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Galerie Förster

Van KeLaita

über den Künstler

Van KeLaita realisiert fotografische Bilder, die nicht wie fotografische Bilder aussehen und aussehen wollen. Es bedarf einer gewissen Zeit, ehe die Betrachter Details erkennen, die allenfalls vage Wiedererkennungseffekte einleiten, ohne sie zu vollenden. Was die Bilder unterbrechen wollen, ist jener Strang, der sie mit der sichtbaren Realität verbindet.

Gleichwohl steht nicht zu vermuten, dass die Bilder ihr fotografisches Wesen unterdrücken wollen:

Einerseits ist ihr Urheber ein erfolgreicher Fotograf und avancierte in New York und Paris, unter einem Pseudonym, zu einem der bekanntesten Werbe- und Modefotografen.

Er fertigte Bilder für die internationalen Kampagnen weltberühmter Mode- und Kosmetikfirmen an, porträtierte die Stars der Musik und Filmwelt und trug das seine zur herrschenden Idolatrie bei. Der glitzernde Kosmos des schönen Scheins spiegelt sich in seinen früheren Arbeiten.

Andererseits sind die fotografischen Merkmale evident, die starken Licht-Schatten-Kontraste und die schier endlose Skala der vermittelnden Grautöne, mitunter akzentuiert durch ein Aufblitzen von Rot und Orange – trotz ihrer demonstrativen Distanz zur konventionellen Fotografie.

In KeLaita's Arbeiten findet sich eine Intensität von Körperlichkeit jenseits des Terrains der Fotografie und im Zugriff seiner künstlerischen Variante der Fotografie verwandeln sich die Körper in Schemen, in Erscheinungen ohne Körper.

Die Essenz eines Körpers, jedoch ohne dessen Physikalität, geben KeLaita's Arbeiten der Intuition eine Form und zeigen das Nichtsichtbare.

Prof. Klaus Honnef, Bonn, Germany

 

Van KeLaita

Van KeLaita, "Vision, Part IV-VI", Ireland 2012, Triptych Installation with sand, dust and chalk, 190 x 400 cm