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Galerie Förster

Alvin Booth & Van KeLaita

"Body Talk" - Fotografie

26. Oktober - 8. Dezember 2012

 

Fashion und Vergangenheit

... er arbeitete viele Jahre als begabter und exzentrischer Friseur. Nach dem Umzug nach New York sammelte er wertvolle Erfahrungen als Assistent einer Reihe großer Namen in der Modefotografie. Während dieser Zeit entwickelte er seinen eigenen Stil und schuf ein bedeutendes Archiv privater Arbeiten, welche bei verschiedenen Galerien inklusive Hamiltons in London, Robert Klein in Boston und Yancey Richardson in New York ausgestellt wurden.

Peter Hamilton über Alvin Booth

... ist ihr Urheber ein erfolgreicher Fotograf und avancierte in New York und Paris unter einem Pseudonym zu einem der bekanntesten Werbe- und Modefotografen. Er fertigte Bilder für die internationalen Kampagnen zahlreicher weltberühmter Mode- und Kosmetikfirmen an und porträtierte die Zelebritäten der Massenmedien und trug das seine zur herrschenden Idolatrie bei. Ein Überdruss an der Produktion des "als ob", an der er bei seiner professionellen Tätigkeit nolens volens beteiligt war, mag die heute kritischere Haltung des Autors gegenüber der Glamourwelt der Medien hervorgerufen haben.

Prof. Klaus Honnef über Van KeLaita

 

Body Talk

Intimität and der Blick ins Innere

Der Betrachter hat beinahe das Gefühl, etwas zu sehen, was seinem Auge nicht erlaubt ist, da es über die Grenzen der Intimität hinausgeht. Ähnlich der aufgesprungenen Schale einer Frucht, die uns erlaubt ihr Inneres zu sehen, welches sonst im Verborgenen bliebe. Sie verweisen auf das Sinnbild selbst des Menschen, welcher in seinem Ursprung, an seiner Wurzel, erfasst ist. Man könnte meinen, KeLaita's Arbeiten flüstern dem Betrachter etwas Geheimnisvolles zu.

Dr. Ulrike Kasper (Sorbonne, Paris) über Van KeLaita

Alvin Booth ist in seiner Fotografie sowohl der große lyrische als auch der epische Frauenheld, sowohl Don Juan als auch Casanova. Seine Arbeiten sind alarmierend in ihrer Intimität, weil er uns sehen lässt, was er sieht. Es gibt eine Zärtlichkeit, aber auch ein Hauch von Traurigkeit in seinen Fotografien von Frauen, fast so, als ob sie in einem Latex Kokon schlummern. Es ist eine intime und private Vision, geteilt mit uns ....

John W. Krakauer über Alvin Booth

 

Body Talk

Licht und Augenblick

Mit der Kamera bannt KeLaita Bewegungen und Ausdrücke eines einzigen Augenblicks und positioniert sie dann wie in einer beweglichen Sequenz übereinander, so dass auch hier der Eindruck entsteht, KeLaita male mit seiner Fotokamera. Er erschafft so seine eigene Welt oder besser eine Welt, die seine sein könnte ...

Dr. Brigitte Reineke (German Historical Museum, Berlin) über Van Kelaita

Eine einzige Lichtquelle erwärmt und erweicht den mit Samt ausgekleideten Raum von Alvin Booth's Studio. In dieser intimen Atmosphäre findet der kinetische Tanz statt. Das Licht wird mit Leichtigkeit bewegt und erlaubt so eine Reaktion auf die Spontaneität jeder Bewegung. Die taktilen Qualitäten der Haut und Bewegung erzeugen eine Unmittelbarkeit, ein Gefuühl des Augenblicks...

Charlotte Cotton (Victoria and Albert Museum, London) über Alvin Booth

 

Fotografie und Medium

Diese Nostalgie wird durch Booth's arbeitsintensive Techniken - zuerst produziert er körnige Sepia-Gelatine-Silber-Prints, die er dann mit Brandflecken und anderen, im Detail berechneten Effekten, akzentuiert. Es ist fast so, als ob Booth versucht, für die Fotografie eine formale Qualität von "Anderssein" zurückfordern: Seine Bilder wirken oft malerisch oder gezeichnet ... erinnernd an Graphit-Zeichnungen schweben die Werke zwischen den Medien ...

Mason Klein (Art Forum) über Alvin Booth

Mein archäologischer Blick, eher sezierend als genießend, stößt bei KeLaita's Arbeiten schnell auf eigenartig bekannte Strukturen. Wie der Staub der Jahrhunderte legen sich unzählige Schichten verschiedener Licht- und Schatteneffekte übereinander, kreuzen sich, darüber projizierte Ebenen offenbaren tiefer liegende Strukturen. In KeLaita's Fotografie scheinen Malerei, Grafik und Radierung mit Performance, Bühnenbild und Architektur zu jonglieren ...

Guido Petras über Van Kelaita

Body Talk