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Galerie Förster

Archeology of the Future II (c) Shai Saul

Archeology of the Future II, 2007

Shai Saul

Three Oaks

Fotografie

31. Oktober - 12. Dezember 2009

Eröffnung: 31. Oktober 2009 um 19 Uhr

Grusswort: Frau Deborah Ben-David,
Leiterin der Kulturabteilung der israelischen Botschaft

 

Shai Sauls fotografisches Werk lässt sich nicht so leicht einordnen. Seine Arbeiten passen weder zu denen der „seeker“, wie Peter Hamilton die Fotografen bezeichnet, die wie er selbst , Henri Cartier Bresson und andere einen natürlichen Moment entdecken und wiedergeben, noch zu denen der „makers“, wie z.B. Mapplethorpe und Booth, die ein Bild in einem künstlichen Raum inszenieren.

Die großformatigen Farbfotografien Shai Sauls zeigen zunächst fast abstrakte Formen, die sich beim näheren Betrachten aber als vom Menschen geschaffene Eingriffe in reale Landschaften erkennen lassen. Man ist fasziniert von der seltsamen Schönheit dieser Strukturen, ihrer ebenmäßigen Reihung und zarten Farbigkeit, gleichzeitig aber erschrocken über die offensichtliche gewaltsame Veränderung von Natur durch menschliches Eingreifen. Geradezu erhaben wirkende, rätselhafte Bauten entpuppen sich als Vorboten von Vernichtung einer Landschaft.

Shai Sauls künstlerischer Ansatz ist ein philosophischer, der dem Betrachter eine Fülle weiterführende Gedanken und Empfindungen vermittelt. Die Ästhetik seiner Arbeiten ist gleichermaßen faszinierend wie die dahinter stehende Aussage. Der Betrachter begibt sich ohne es zu merken auf gefährliches Terrain, denn auf der Schönheit liegt der Schatten der Zerstörung. W.G. Sebald zitiert Thomas Browne, der im 17. Jahrhundert schrieb, dass gegen das Opium der verstreichenden Zeit kein Kraut gewachsen sei und dass die größten Geschlechter kaum drei Eichen überdauert hätten. Diesen Gedanken wählt Shai Saul als Titel für seine Ausstellung.

Interaktion IX

Die Interaktion gesteltet der französische Pianist Theophile Aries mit Werken von Philip Glass.