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Galerie Förster

Kontaktabzug i16 (c) John Pollak

Kontaktabzug I16

John Pollak

Strandgut

Fotografie

5. November - 18. Dezember 2010

 

Der Fotograf John Pollak hat sich in seiner dritten Berliner Ausstellung einem stillen, zunächst ganz unspektakulär wirkenden Thema gewidmet. Nach den New York Portraits vor zwei Jahren und den Eindrücken des Holocaustmahnmals im letzten Jahr zeigt er jetzt Fundstücke aus dem Pazifischen Ozean, Strandgut. Auf großen quadratischen analogen Silbergelatine-Abzügen mit einem sehr kleinen Bereich der Tiefenschärfe präsentiert er neun Objekte.

Bewusst wählt John Pollak in seinen Fotografien einen strengen formalen Gleichklang und setzt keinerlei dramatische Wechsel ein. Er ist ein Künstler, den das Leise und Unbeachtete interessiert und der im ganz Kleinen durch das Fokussieren auf nur wenige Details einen ganzen Kosmos entfalten kann.

Die feine Spiegelung unter den Objekten erinnert an eine stille Wasserfläche und deutet mit dem verschwimmenden Bild auch das Verschwimmen in der Zeit und in der Erinnerung an. Unendlich lange brauchte es, um einen Stein zu höhlen, seine Form zu verändern. In der Sanftheit und der Zeitlänge liegt etwas Magisches.

Die Formen, die in John Pollaks lichten Fotografien zu schweben scheinen, riesig im Vergleich zur Realität, strahlen etwas Erhabenes und Schönes aus. Ruhig und selbstverständlich lassen sie von der Gewalt der Elemente ahnen, von der Tiefe eines Ozeans, von Wundern und vielleicht von Ewigkeit.

Interaktion X

Inspiriert von den Fotografien entstanden Gedichte von Gabriele Förster.