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Galerie Förster

Neonilla Medvedeva & Sebastian Rudko

Malerei und Zeichnungen

15. Februar - 6. April 2013

 

Neonilla Medvedeva, eine junge Künstlerin, gehört zu einer neuen Generation lettischer Künstler. Trotz ihrer Jugend hat sie bereits die Kunstwelt Lettlands erobert. Neonilla studierte an der Lettischen Kunsthochschule in Riga, wo sie 2011 den Mastertitel für Malerei erhielt. Von 2010 bis 2011 nahm sie am Erasmusprogramm der griechischen Aristoteles Universität in Thessaloniki teil.

Schon seit 2006 nimmt Neonilla außer an lettischen auch an internationalen Gruppenausstellungen teil, wie z. B. in Schweden, Deutschland, Italien, Frankreich, Griechenland, Litauen und Estland. Außerdem stellte sie in mehreren Einzelausstellungen in Lettland und Schweden aus. Im Jahr 2008 wurde Neonilla als beste junge Malerin für ein Stipendium der SEB Bank nominiert, was ihr zu einem Studienaufenthalt in Paris verhalf.

Ihre Arbeiten finden sich bereits in vielen Sammlungen von Kunstkennern. Neonilla arbeitet mit verschiedenen Techniken, bevorzugt aber klassische Verfahren wie Ölmalerei auf Leinwand, klassische Zeichnung und Druckgrafik (Radierung und Linolschnitt). Das Thema ihrer Arbeiten ist der Mensch in seiner Beziehung zur ihn umgebenden Welt, dem Raum und der Natur. Die stetige Verbindung des Menschen mit seiner Vergangenheit, mit dem Seelischen und zeitlosen Werten sowie der Sehnsucht nach Friedfertigkeit spürt man in ihren Werken. Ihre Arbeiten weisen häufig Motive der Vergangenheit auf, die mit der eigenen Kultur zu tun haben, Allegorien, byzantinische Engel, Bilder vergangener Zeiten. Neonilla interpretiert all dieses aus der Perspektive eines zeitgenössischen jungen Menschen.

Sebastian Rudko,  in der polnischen Renaissance-Stadt Zamosc  geboren, entwickelte seine Fähigkeiten während seines Studiums an der Kunstakademie in Krakau. Seit seinem Examen haben seine Gemälde viel Aufmerksamkeit in seinem Heimatland erregt sowie international mit seiner Anerkennung 2010 bei einem Wettbewerb in New York, “Chelsea International Fine Art Competition“.

Besondere Sensibilität gegenüber den veränderlichen Eigenschaften von Sonnenlicht auf Glas lässt in seinen Stadtansichten Natur durchschimmern. Er arbeitet in klassischer Malweise mit Ölfarben auf Leinwand und fängt mit weichem Pinselstrich Augenblicke ein, in denen Reflexion und Brechung des Lichts die innere und äußere Welt zu einem Erlebnis vereinen wie transparente Schichten. Perspektive erscheint verbogen und verkrümmt, indem er Bruchstücke von Licht und Zeit auf spiegelnden, reflektierenden Oberflächen einfängt und ein frappierendes Gefühl für Gegenwärtiges und gleichzeitig Entferntes in seinen Kompositionen erschafft, als betrachte man durch ein Fenster etwas Vorbeieilendes.

Rudko benutzt Fotografien und Skizzen, um seine Kompositionen zu kreieren, wobei die Eindrücke seiner Erinnerung höchst lebendig sind und die unterschwellige Energie und Atmosphäre seiner Arbeiten prägen.

Gabriele Förster ·  Berlin ·  Februar 2013