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Galerie Förster

Ray Malone

Malerei & Zeichnung

3. November - 15. Dezember 2007
Eröffnung: 2. November 2007 um 19 Uhr

Einige Eindrücke der Eröffnung finden Sie groß hier und mittel hier.

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Ray Malones Gemälde und Zeichnungen sind von großer Schönheit; ihre äußerliche Schlichtheit steht im Widerspruch zu den komplexen Bedeutungen, die über ihr Entstehen Auskunft geben. Seine Arbeit basiert auf einer Anzahl grundlegender Interessen: Zunächst die Sprache der abstrakten Kunst selbst und die Möglichkeiten, ihr etwas hinzuzufügen oder ihren Bereich auszudehnen. Dann die Verbindungen, die zwischen der abstrakten Kunst und anderen Bereichen der Kunst bestehen, vor allem Architektur, Musik und Fotografie, außerdem ihre Beziehung zum Schreiben.

In beiden Gemälde-Serien, den „Dimensional“ und „Meridian“ ergründet Ray Malone die Wahrnehmung abgestufter Töne. Es sind geradezu „langsame“ Arbeiten, die Zeit erfordern, um der subtilen Art der Formen zu ermöglichen sich zu zeigen. Beide Serien verwenden drei Tonstufen einer Farbe.

Nachdem die Farbe in ihrer ursprünglichen Intensität wahrgenommen wurde, erlebt der Betrachter beim fortgesetzten Schauen flüchtige Veränderungen, die Oberfläche bleibt im Widerspruch zu unserem Wunsch, sie festzuhalten, lebendig.

Zwischen dem Betrachter und der Leinwand findet ein ständiges Bewegen statt, das sich auf die Objektivität des Werkes überträgt, so dass die Leinwand vor der Wand zu schweben scheint. Malones Anliegen wird deutlich: Was geschieht im Randbereich, welche Aufmerksamkeit sollte ihm zuteil werden?

Im Gegensatz zu den geometrisch konstruktiven Formen der Gemälde stehen die Kohlezeichnungen, deren freie rhythmische Gesten auf Strukturen der Musik verweisen. Als kleine Tonleiter-Übungen beginnend, entwickelten sich die "b-a-c-h" Zeichnungen zu Spuren, welche Improvisationen entsprechen.

Die vier Linien des Kohlestiftes ähneln Variationen eines Musikthemas. Malones Einfallsreichtum lässt Zeichnungen entstehen, deren kraftvolle dreidimensionale Linien sich in faszinierender Form reliefartig über dem Papier zu erheben scheinen. „Ihre komplizierte Exaktheit eröffnet dem Betrachter jeden nur denkbaren Weg zu Verspieltheit und freien Deutungen.“ (Christina Burke, Art Teracina, Exeter)

Es ist dem Betrachter unmöglich, vor Ray Malones Werk passiv zu bleiben. Er muss ihm einfach „begegnen“. Entweder geschieht dies durch eine starke emotionale Antwort auf die Kraft der Farbe, die Art, wie sie sich bewegt und kundtut, durch den Gefallen an den geometrischen Kompositionen, die ihren Ursprung sowohl in realen als auch empfundenen architektonischen Räumen haben, oder durch die Freude an dem kühnen Rhythmus der Linien. In unserer schnelllebigen Zeit bietet Ray Malones akribisches und doch leidenschaftliches Werk eine Möglichkeit des Besinnens an, eine Atempause, in der man seine eigenen inneren und äußeren Welten wieder zusammenführen kann.

Interaktion II

Der Musiker Stephan-Max Wirth reagiert auf die Bilder Ray Malones mit Saxophon-Improvisationen.