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Galerie Förster

unbound red - Ray Malone

"A State of Eidetic Regression" aus der Serie "To Be Determined", 2005,
Pigmentdruck auf Hahnemühle-Papier, 127 x 101,6 cm

Mark Kessell

"To Be Determined" und andere Serien

Daguerreotypie & Fotografie

30. März - 19. Mai 2012

Mark Kessell sucht in seinem fotografischen Werk nach neuen Wegen, vertraute Motive in einer bisher unbekannten Art zu präsentieren. Die meisten seiner Arbeiten haben ihren Schwerpunkt im Bereich der Naturwissenschaften und zielen auf ein tiefer gehendes Verständnis davon ab, was es heißt, Mensch zu sein. Dabei stellt Mark Kessell unsere Vorstellungen darüber in Frage, wer bzw. was wir glauben zu sein. Sein Werk umfasst Serien über die Entwicklung der Persönlichkeit, den Kreislauf menschlichen Lebens und über unsere biologische und emotionale Verwandtschaft mit den Tieren. Dazu kommen Serien mit Themen aus dem Bereich der Pflanzen und Tiere.

Die Ausstellung in der Galerie Förster zeigt u.a. zwei mit 35,6 x 27,9 cm ungewöhnlich großformatige Daguerreotypien aus der Serie «Florilegium». Es sind Stillleben, die wie Blumenarrangements wirken, doch bei genauerer Betrachtung werden chirurgische Instrumente sichtbar. Kontrastiert werden diese Silberplatten aus Florilegium durch Fotografien der Serie «Botanicals», welche ungewöhnliche Pflanzenporträts zeigen.

In seiner Serie «To Be Determined» interessiert Mark Kessell, wie blinde Kinder ohne die für unsere Wahrnehmung so wichtige visuelle Stimulation ihre Identität entwickeln. Drei Wochen verbrachte er in der Johann-Peter-Schäfer Schule in Friedberg bei Frankfurt am Main, wo er mit den Kindern zusammenlebte und ihren Alltag beobachtete. Man wird überrascht von fröhlich tobenden, sich auch im Wasser tummelnden Kindern. Kessell gibt als Künstler und Dokumentarfotograf Einblicke in eine unbekannte Welt, die sich von der unseren nicht so sehr unterscheidet, wie wir glauben.

Bekannte Museen und Sammlungen haben Mark Kessels Arbeiten erworben bzw. ausgestellt, wie das Los Angeles County Museum of Art, das Philadelphia Museum of Art, das George Eastman House, das International Center of Photography, das Museum of Fine Arts of Houston, das Museum of Photographic Arts, San Diego, und die Princeton University.