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Galerie Förster

unbound red - Ray Malone

Alvin Booth & Van KeLaita

"Body Talk" - Fotografie

26. Oktober - 8. Dezember 2012

 

Die Ausstellung „Body Talk“ zeigt zum ersten Mal in einer Gemeinschafts-Aus­stellung, wie zwei renommierte Künstler mit dem Thema des nackten menschlichen Körpers arbeiten. In der direkten Gegenüberstellung werden völlig unterschiedliche Absichten und Herangehensweisen deutlich, die dem Betrachter eine erweiterte Wahrnehmung und Deutung ermöglichen.

Alvin Booth ist ein britischer Fotograf, der sowohl in New York als auch in Südfrankreich lebt und arbeitet. Sein Thema ist der menschliche Körper. Er fotografiert, druckt, bearbeitet die Aufnahmen mit raffinierten manuellen Techniken und rahmt sie selbst; jedes Bild ist ein Einzelstück mit unverwechselbaren Eigenarten.

Seit 1987 benutzt Alvin Booth dieselbe Mittelformatkamera mit nur einem Objektiv und lehnt nachträgliche digitale Veränderung ab. Die besondere Ausstrahlung seiner Werke entsteht durch die kreative Inszenierung, z. B. mit Latextüchern, Bewegung und vor allem Licht.

Van KeLaita lebt hauptsächlich in Irland, dem Land, in dem archaische Schönheit und Mythen zu Hause sind. Sein Thema, anders als bei Alvin Booth, ist nicht der physisch nackte Körper, sondern der psychisch nackte, aller Hüllen entledigt und verwundbar.

Die dargestellten Szenen erscheinen dem Betrachter zunächst wie ein rätselhaftes Dickicht, man denkt unweigerlich an Malerei, und in der Tat benutzt KeLaita malerische Elemente, wenn er die Fotohintergründe für seinen Studioaufbau gestaltet, wenn auch ohne den Einsatz eines Pinsels. Van KeLaitas Fotografien sind im doppelten Wortsinn tiefgründig.

Näheres zu beiden Künstlern und ihrem Werk finden Sie in den folgenden Texten und Zitaten namhafter Experten.

Gabriele Förster ·  Berlin ·  Oktober 2012