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Galerie Förster

Berliner Liste 2008

Berliner Liste 2008

30. Oktober – 2. November 2008
13.00 bis 21.00 Uhr, am 2. Nov. 13.00 bis 19.00 Uhr

Eröffnung: 29. Oktober 2008, 18.00 Uhr, weitere Infos hier.

Messeadresse:
Haus Cumberland, Kurfürstendamm 193-194, 10707 Berlin

Wir sind mit folgenden Künstlern vertreten:

RAY MALONE

Der britische Künstler Ray Malone ergründet in seinen Gemälde-Serien, den „Dimensional“ und „Meridian“, die Wahrnehmung abgestufter Töne. Es sind geradezu „langsame“ Arbeiten, die Zeit erfordern, um der subtilen Art der Formen zu ermöglichen sich zu zeigen. Beide Serien verwenden drei Tonstufen einer Farbe. Im Gegensatz zu den geometrisch konstruktiven Formen der Gemälde stehen die Kohlezeichnungen, deren freie rhythmische Gesten auf Strukturen der Musik verweisen. Die Linien des Kohlestiftes ähneln Variationen eines Musikthemas. Dabei entstehen Zeichnungen, deren kraftvolle dreidimensionale Linien sich reliefartig über dem Papier zu erheben scheinen. Es ist faszinierend, wie Ray Malones intellektuelle Strenge, gestützt von kompliziertester Genauigkeit, dem Betrachter jeden nur möglichen Weg von spielerischem Genuss und Deutung eröffnet.

JOHN POLLAK

John Pollak, geboren in Pyskowice, Polen, fotografierte in seinen New Yorker Jahren besonders gerne Menschen auf der Straße, wie sie in der Galerie Förster Anfang 2008 in der Ausstellung „New York Portraits“ gezeigt wurden. Die besondere Atmosphäre seiner Bilder entsteht dadurch, dass sich die Menschen des Fotografiert-Werdens nicht bewusst sind und sich gänzlich unverstellt zeigen. Daneben widmete sich John Pollak aber auch abstrakt wirkenden Motiven, die er sowohl in der Architektur als auch in unspektakulären alltäglichen Dingen entdeckte. Diese Richtung verfolgt er seit seiner Übersiedlung nach Berlin konsequent.

ALVIN BOOTH

Es ist der Vorgang des Schaffens und die Verbindung innerer und äußerer Welten, was Alvin Booth wie alle Künstler antreibt. Dazu benötigt er ganz einfach Farbe, Latex, Körper, Bewegung und vor allem Licht. Fotografieren und Entwickeln sind intime Tätigkeiten, denen er sich abgeschieden widmen muss und welche viel Zeit und intensive Konzentration erfordern. Auf der Kunstmesse „Berliner Liste“ wird er einige Arbeiten seines frühen Werkes „Corpus“ sowie seines neusten „Ova“ vorstellen. Für beide Reihen benutzt er dieselbe Kamera, aber sein Blickwinkel hat sich geändert. Als er zu fotografieren begann, interessierte er sich nicht für die Arbeiten anderer Künstler. Er vermied sogar die Auseinandersetzung damit, voller Skrupel, sogar Furcht, als könne er auf diese Weise vermeiden, beeinflusst zu werden. Heute hat er erkannt, dass eine solche Haltung sinnlos und einengend ist, und dass Künstler wie in unbewusster Absprache arbeiten, sich gegenseitig bereichern, auch wenn sie kein spezielles Werk oder einen besonderen Stil kennengelernt haben. Trotzdem interessiert Alvin Booth weiterhin, das darzustellen, was er sehen möchte und was er vorher noch nicht gesehen hat. Selbst wenn schon jemand vor dir da gewesen ist, ist jede Fotografie, die er macht, deine schöne neue Welt, die genauso wundersam wie neu ist.


Ray Malone
b-a-c-h #241 (2007)
Reißkohle auf Papier
45 x 45 cm


Ray Malone
Dimension #24 (2004)
Acryl auf Papier
55 x 55 cm


John Pollak
New York Portrait,
12th Ave./West 43rd Street (2004)
Fine Art Ultrachrome Inkjet auf Hahnemühle
90 x 60 cm


Alvin Booth
Osmosis #9908425 (2000)
C-Print
50 x 100 cm